M2 Projekt


Haus Vaterland
Mit dem Slogan „In einem Haus- in aller Welt!“ eröffnete am 15. September 1928 unmittelbar am Potsdamer Platz das „Haus Vaterland“. Auf vier Stockwerken befanden sich Die Rheinterrasse, Zum Löwenbräu, Wild-West-Bar, Türkisches Café, Grinzinger Heuriger, Bodega, Puszta-Czardas, sowie ein Lichtspielhaus und der Palmensaal.
Die verschiedenen Themenwelten spiegelten die Vorlieben und Sehnsüchte der damaligen Besucher, und zeichneten so konkrete Bilder ihrer Nutzerschaft, während im Hintergrund dieser konstruierten Welt eine Maschinerie aus Zentralküche, Essensaufzügen, Abwaschküchen, Vorrats- und Kühlräumen das Haus versorgte. Das Haus Vaterland war einer der Orte im Berlin der 20er Jahre dass die Essenz der Stadt in sich trug, ein Maifest der lodernden lauten wilden Groszstadt.

Unweit vom Standort des im 2. Weltkrieg zerstörten und in den 70er Jahren gänzlich abgerissenen Gebäudes soll in Berlin Mitte ein neues „Haus Vaterland“ entworfen werden.
Wir stellen uns die Frage, wie diese Welt heute aussehen muss, inwieweit hat unser Alltag den Anspruch an das Gastronomische verändert? Wer ißt was, mit wem, und vor allem -  auf welche Weise?
Wie damals spiegelt das Essverhalten neben der kulturellen Identität auch die selbst gewählte. Gourmettempel, Streetfood-Festivals und Erlebnisgastronomie erzählen mehr als nur vom Essen.
Beginnt das Essen erst mit dem Verzehr oder schon mit der Produktion, respektive der bewussten Wahl aller Zutaten? Was muß die Welt in einem Haus heute leisten und welche Rolle spielt dabei die Stadt, in der sie steht?

Kategorie: M2.2
Punktezahl: 15 + 3 ECTS Seminar
Betreuer: Prof. Anne-Julchen Bernhardt, Wolfgang Zeh
Teilnehmer: 16 - Anmeldung über MAV in Campus-Office