design.develop.build

Café Ebertplatz

Ein Café für den Ebertplatz

Projektbeteiligte/credits

Projektleitung/project management

RWTH Aachen University

Faculty of Architecture

Institute of Building Typologies and Design Basics:

Bernadette Heiermann

Anna Marijke Weber

Analyseworkshop/ analysis workshop

Prof. Dr. phil. Dipl.-Ing. Ca­rolin Höfler, Designtheorie und -forschung, Technische Hochschu­le Köln, Fakultät für Kulturwis­senschaften

Bauleitung/ construction management

Nina Gonzales, Schreinerin, Köln

Tragwerksplanung/ structural engineering

Ingenieurbüro Jürgen Bernhardt, Köln

Partner/ associates

Johannes Geyer und Team, Stadt­raummanagement der Stadt Köln

Prof. Dr. Carolin Höfler, Köln In­ternational School of Design der TH Köln

Mario Frank, Integrated Designer

Planung und Realisierung/ planning and realisation phase

2018-2019

Bauherrin/client

Stadt Köln

Die Stadt Köln widmet sich in den kommenden Jahren in einem umfassenden Projekt unter Beteiligung Vieler der Umgestaltung des Ebertplatzes mit dem Ziel, ihn zu einem nutzungsdichten, pluralen und zugänglichen Ort zu machen. Das design.build Programm des Lehrstuhls für Gebäudelehre hat sich im Sommersemester an der Planung und dem Bau eines kleinen gastronomischen Angebots für den Platz beteiligt. Im Anschluss an eine genaue Beobachtung der Außenraum – Aktivitäten in dieser höchst heterogenen Nachbarschaft gemeinsam mit Studierenden und Lehrenden der KISD sind wir zu einer architektonischen Verdichtung auf dem Platz zu gelangt, welche ein breites Publikum adressiert – Café Ebertplatz.

Der Eingriff besteht aus zwei Elementen, die bestehende Objekte überformen und so zu etwas Neuem machen: einer Holzplattform unter einem Baum, die diesen dadurch zum Baum Pavillion macht und ein ‚Hut‘ für einen Gastro-Container, der diesen zu einem Kaffeehaus macht.

Der Ebertplatz als räumliches Ensemble aus unterschiedlichsten Situationen, ein Entwurf des städtischen Planungsamtes unter Werner Baecker, welches 1977 fertiggestellt wird, wird im Projekt differenziert, aber hoch gewertschätzt. Die beiden Objekte bauen den Ebertplatz weiter und ergänzen das neue Angebot des Gastro-Containers. Ziel ist in einem gemeinschaftlichen Projekt unterschiedlicher Akteure angemessen und konstruktiv tätig zu sein. Trotz der Qualität des baulichen Bestandes besitzt dieser aktuell eine geringe Nutzungsdichte, es gibt keine institutionalisierten Akteure, welche die große Platzfläche im Zentrum des Platzes für ein breites Publikum bespielen. Die Nutzungsdichte gilt es durch räumliche Angebote zu erhöhen.

Der Ebertplatz ist mehrfachlesbar. Er lässt sich sowohl als städtischer Platz mit urbanen Qualitäten, als auch als Grünraum in der Fortsetzung des Grüngürtels begreifen. Der Eingriff stärkt beide Aspekte. Der Raum unter dem Baum wird als Pavillion im Grünen aktiviert ebenso wie die die Platzfläche umgrenzenden Waschbetonsitzelemente. Das Kaffeehaus lässt sich sowohl als Gartenarchitektur, als auch als städtischer Kiosk verstehen. Statt einer Entscheidung versuchen wir ein sowohl als auch.
Der Ebertplatz besitzt eine wohlchoreographierte Topografie. Die Fußgängerebene taucht von den Rändern her aus den Unterführungen auf, die zentrale Platzfläche befindet sich auf der Kuppe dieser Erhebung. Hier wird ein altes Element zu neuem Leben erweckt: die „Wasserkinetische Plastik“ des Kölner Künstlers Wolfgang Göddertz von 1977 wird im Sommer 2018 zum funktionieren gebracht. Durch das sehr große, rauschende und zum Kinderspiel hervorragend geeignete Wasserspiel wird die Fläche des Ebertplatzes zum städtischen Naherholungsgebiet, was besonders im heißen Sommer 2018 für einen Besucheransturm sorgt. Der Baum Pavillion, der ein schattiges Plätzchen zum Trocknen oder Zuschauen auf der sorgsam gearbeiteten ornamentalen Fläche mit mobilen Rückenlehnen bietet ist schon vor der Fertigstellung voll.

Der ‚Containerhut‘, welche in einer zweiten Bauphase errichtet wird, stattet den Container mit zusätzlichen funktionalen Eigenschaften aus. Die kunstvoll verzierte Dachauskragung sorgt dafür, dass man den Espresso im Schatten, bzw. im Trockenen trinken kann. Der Container wird zum autonomen Objekt, die Größe des Hutes ist von großer Zeichenhaftigkeit.

Team 2018 I 2019

RWTH Aachen:
Tsvetelina Bacheva, Ahmad Badawi, Maximilian Bienefeld, Anatol
Bogislav, Christoph Clemens Wilhelm Collisi, Michael Dratwa, Heba Elkhalifa, Jacqueline Engels, Florence Gilbert, Helen Gräser, Andrea Maria Graf, Simone Theodora Grothuss, Rosa Justo Leon, Johann Wonkee Kim, Kyu-Min
Lee, Sarah Leibeling, Thorsten Lentzen, Marius Wolfgang Manthei, Sümeyye Merdivan,
Lisa-Vanessa Meyer, Majid Rokni, Jaeho Shin, Teo Robert Stade, Gordon Thomas Trill, Linda Voullié, Salma Zaher

KISD:
Myrina Andrack, Hannah Baldauf, Victor Carlier, Jonas Faßbender, Ophelia Fischer, Johannes Growe, Ina Kopezki, Saskia Müller, Celine Rötzel, Franziska Severin, Katharina Stahlhofen, Julia Topolewski, Conrad Weise